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Mit anderen Augen

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Manchmal sind meine Tage eher ruhig, ich träume vor mich hin, döse und genieße die vertraute Umgebung. Aber es gibt sie auch, die anderen Tage. Da liegt seit dem Erwachen ein Knistern in der Luft und unter Vorfreude mischt sich Aufregung. Man kann spüren, dass es ein besonderer Tag wird, oder vielleicht sollte ich Nacht sagen.
Diese Nächte sind lebendiger als die anderen, ein ungewöhnlicher Geruch liegt in der Luft, manchmal gesellt sich gedämpftes Licht und Musik dazu. Letzteres vor allem im Schlafzimmer. Obwohl mir die Musik egal ist und auch das gedämpfte Licht müsste nicht sein. Ich sehe gut im Dunkeln.
Für gewöhnlich suche ich mir in diesen Nächten einen Platz am Fuße des Bettes, eigentlich ein Lieblingsplatz. So kann ich die gesamte Szenerie gut überblicken, sitze nicht mit dem Rücken zur Tür, bin direkt am Geschehen, aber verschwinde doch im Hintergrund. Meist sitze ich dort eine Weile, warte geduldig, döse vor mich hin und atme ins Dunkel, bis ich auf dem Flur Stimmen höre. Ein helles Lachen mischt sich unter das Klappern von Absätzen auf der Treppe, ich höre den Schlüssel im Schloss und seine rauchige Stimme. Während er die Tür öffnet wird er ihr ins Ohr flüstern, das sie sich meinetwegen nicht erschrecken soll.
Er schiebt sie durch die Wohnungstür. Das Geräusch ihrer Absätze wird vom flauschigen Flurteppich verschluckt. Ich höre das Rascheln von Stoff. Langsam öffnet sich die Schlafzimmertür. Das Pärchen schiebt sich langsam torkelnd in den Raum. Ihn erkenne ich immer sofort; am Geruch und dem kaum hörbaren Rasseln, wenn er schwerer atmet. Im Halbdunkel kann ich sehen, wie sie ihren Kopf in den Nacken legt, während er ihren Hals küsst und sanft an ihm knabbert.  Ihre langen Haare fallen in Wellen bis fast bis zum Po. Sie Sie riecht ein wenig nach süßlich, fast wie ein Frühlingstag und stöhnt leise unter seinen Händen.
Ich weiß nur zu gut wie sie sich fühlen muss. Auch ich genieße seine Zärtlichkeiten und seine Aufmerksamkeit, teilt er doch für gewöhnlich sein Leben mit mir. Sanft schiebt er sie zum Bett. Sie streift geschickt die Schuhe ab. Er öffnet ihr den Reißverschluss ihres Kleides und küsst sie unaufhörlich. Ihre Hände ruhen auf seinem Gesicht, halten seinen Kopf und erwidern sehnsüchtig seine Küsse. Als das Kleid zu Boden fällt, steht sie dort in all ihrer Nacktheit. Ich bin etwas überrascht, meistens liegen die Orte seiner Begierde verborgen unter weiteren Schichten von Stoff. Auch er scheint überrascht zu sein. Leise stöhnt er auf, ich kann das Beben ins seiner Stimme hören. Vorsichtig umfasst er ihren Oberköper und lässt sie sanft auf das Bett gleiten. Es scheint so vertraut, als würden sie das nicht zum ersten Mal tun. Beide scheinen in eine andere Welt versunken. So mag ich es am liebsten, ich bin nur stiller Betrachter, ich möchte keine Aufmerksamkeit. Ich bin zufrieden, wenn er es ist. Und ich kenne ihn gut, kann an jedem seiner Atemzüge sein Befinden erkennen, kenne jede seiner Gesten und Laute.
Er küsst sie unaufhörlich, während seine Hände ihre vollen Brüsten und ihren ausladenden Po kneten. Endlich mal eine, an der etwas mehr dran ist. Seine Liebkosungen scheinen ihr sehr zu gefallen, windet sie sich doch unter seinen Händen. Auch ihr Atem ist schneller und flacher geworden. Fast stoßweise wird er, als er seinen Kopf zwischen ihren Beinen vergräbt, an ihrer sensibelsten Stelle leckt. Er kann das gut, an diesem Punkt fangen sie alle an sich zu winden, ihre Zurückhaltung zu vergessen.
Geduldig erforscht er ihre Tiefen, saugt hier und da, knabbert und lutscht. Mit jedem Zungenschlag wird sie unruhiger, drängt ihm ihr Becken entgegen und zerwühlt mit den Händen seinen Haar, oder greift beherzt in die Kissen. Nur für einen kurzen Moment lässt er von ihr ab, nur um sich auf den Rücken zu legen und sie auf sich zu ziehen. Das ist seine Lieblingsposition und ihr scheint sie auch zu gefallen. Kehliges, lautes Stöhnen dringt aus ihrem Mund. Er umfasst ihren Po fester und stößt sie rhythmisch. Das macht er immer so, in einem ihm eigenen, zügigen Tempo. Ich kann ihre Brüste wippen sehen und wie er in sie hinein und heraus gleitet.
Die Luft ist stickig, die Laken sind völlig zerwühlt. Ihr Haar fällt ihr anmutig über den Rücken. Es bleibt leicht kleben. Sie ist verschwitzt. Er greift ihr in ihr Haar und zieht sie näher an sich. Sie küssen sich heftig, er saugt an ihrer Unterlippe und stößt sie unaufhörlich weiter. Sie windet sich, doch er hält sie unbeirrt fest. Zieht ihren Oberkörper näher an sich, hält sie im Arm als sie laut keuchend über ihm zusammenbricht. Er stößt sie noch weiter. Ich kann seine Zehen sehen, sie verkrampfen sich, sein Oberkörper bäumt sich kurz auf und er gräbt seine Hände so fest in ihr Fleisch, das die Knöchel weiß werden. Dann herrscht Stille. Die Beiden liegen aneinander geschmiegt im Dunkel, ihr Atem geht tief und gleichmäßig. In diesen Momenten verlasse ich meist meinen Platz, geselle mich zu ihm. Erschöpft streicht er mir über den Kopf, krault mich liebevoll hinter den Ohren. Spricht mit ein paar leise Worte die ich nicht verstehe, reicht mir ein Leckerli vom Nachttisch und schiebt mich zurück in mein Körbchen.