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Business before pleasure – Teil 1

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Geschäftstermine sind mir schon immer ein Gräuel gewesen und um sie angenehmer zu machen, nehme ich mir gerne eine Begleitung mit. Bei neuen Geschäftspartnern sowieso, kann ja sonst was für ein Freak sein. Schwierige, männliche Geschäftsleute erfreue ich mit meiner Freundin Sophia als Begleiterin. Sie ist äußerst attraktiv und charmant, ideal um Konflikte elegant zu lösen. Bei Geschäftsfrauen nehme ich gerne den Felix aus der ersten Etage mit, er ist gepflegt und harmlos, weiblicher Wohlfühlfaktor garantiert. Diesmal war es jedoch ein mir unbekannter Geschäftsmann, der sich für meine Projekte interessierte.

Es hieß sich präsentieren und vermarkten; unverkrampft, dynamisch und vor allem einschüchternd erfolgreich. Bei neuen Kontakten reist prinzipiell Tom mit; Medienberater, Besserwisser, mehr als selbstsicher, markterfahren, durchsetzungsfähig, überzeugend. Sein Wort ist Gesetz und da komm auch ich nicht dran vorbei. Es wird gemacht wie er es sagt, oder gar nicht. Diskussion zwecklos. Ein Auftritt mit ihm ist herrlich entspannend für mich, er bügelt meine Unsicherheiten weg, gleicht Fehler sofort aus, oder bringt mich notfalls zum Schweigen, ehe ich mich um Kopf und Kragen rede. Außerdem brauche ich nicht fahren. Bei den jetzigen Witterungsbedingungen fahre ich mit meinem Kleinwagen höchstens noch bis zum Einkaufen. Tom trotzt sogar dem Wetter. Schneeverwehungen und Eisglätte gibt es in seinem Wortschatz nicht.

Sein letztes Briefing für den Termin kam per Email: „ 19 Uhr, elegant und stilsicher bitte. Aus dem Dinner zu Dritt ist eine größere Runde geworden.“ Terminänderungen in letzter Minute, der Alptraum einer jeden Frau. Auf solche Ereignisse reagiere ich mit nervösem Herzflattern und Gereiztheit. Man könnte auch sagen: ich bin unflexibel. Gegen das Flattern hilft in der Regel das erste Glas Prosecco, diesmal extrakalt mit zwei Eiswürfeln.
Ratlos blickte ich in meinen Kleiderschrank. Zum einen habe ich als Frau nie etwas Passendes zum anziehen, zum anderen war mir eher nach dem schockierenden Lackoutfit, als nach dem kleinen Schwarzen. Aber schließlich habe ich keinen Berater an meiner Seite, um ihn dann zu ignorieren. Ich wippte mit den Hüften und äffte Tom nach „Elegant und stilsicher bitte“. Sollst du kriegen, dachte ich mir und griff nach einem meiner Lieblingskleider. Ein Import aus den USA im 50er Jahre Stil: geheimnisvolles Schwarz, knielang, figurnah geschnitten, neckische Raffung an der Brust und kurze Ärmel. Kombiniert man es mit sündigem Rot auf Mund und Nägel, kommt ein umwerfendes Gesamtbild heraus. Zufrieden betrachtete ich mich im Spiegel, schlüpfte in meine High Heels, warf den Mantel über und verließ die Wohnung.

Tom hörte ich bereits im Treppenhaus, oder besser gesagt, ich hörte die Musik aus seinem Auto. Ich stieg in seinen Wagen und saß noch nicht einmal richtig, da knurrte er mich bereits an: „Du bist zu spät. Gewöhn dir das ab.“ Ich antwortet mit: „Oh hallo, es freut mich auch dich zu sehen. Dreh die Musik leiser!“ Damit war die Begrüßung abgeschlossen und er fuhr schweigend durch die Stadt. Als wir auf der Landstraße waren, herrschte ich ihn an: „Du könntest wenigstens etwas zu meinem Outfit sagen!“ Er gönnte mir einen Seitenblick und zog die linke Augenbraue hoch: „Du bist alt genug um dich alleine anzuziehen, Flo. Mich lobt auch keiner für die Wahl meines Anzuges. Aber, falls du wissen wolltest ob ich dich sexy finde, war das die falsche Frage.“
Ich spürte langsam Wut in mir aufsteigen, dieser verdammte, arrogante Mistkerl. Ich holte zweimal tief Luft: „Findest du mich sexy?“ kam es mir eine Spur zu quietschig über meine Lippen. Leichte Röte stieg mir ins Gesicht, kaum hatte ich es ausgesprochen. Wir sahen uns an und mussten beide laut lachen. „Mein Gott, Flo“ hörte ich ihn sagen „Du schreibst über Sex, bist aber nicht in der Lage ein Wort mit mir darüber zu reden? Wärst du auch nur halbwegs pünktlich gewesen, könnte ich Dich am Straßenrand davon überzeugen wie sexy ich dich finde.“ Den letzten Satz sprach er betont langsam und ich bekam unwillkürlich eine Gänsehaut davon.

Tom lenkte den Wagen souverän durch die Nacht. Ich starrte in das Dunkel und wippte ab und an mit dem Fuß zum Takt der Musik. Zwischendurch bekam ich immer wieder knappe Anweisungen von ihm. Ich solle mich einfach nur vorstellen und ich selbst sein. Es ginge um nichts großes, vielleicht eine Online-Kolumne, oder ein Printartikel, vielleicht auch nichts. Kurz vor dem Ziel war ich so nervös, das ich am liebsten auf dem Absatz kehrt gemacht hätte. Er parkte den Wagen, öffnete mir die Tür und reicht mir die Hand.

Mir wurde die Tür zum Restaurant geöffnet und ich fand mich in einer Wolke von Essensgerüchen wieder, umgeben von einem leisen Stimmenwirrwarr. Tom ging zielsicher auf den großen Tisch im hinteren Teil des Raumes zu. Die letzten Meter musste er mich, die Hand an meinem Rücken, fast vorwärts schieben. Mit einem strahlenden Lächeln blickte er ruhig in die Runde und reichte einem kleinen, dicklichen Mann die Hand. Beide begrüßten sich überschwänglich, offensichtlich kannten sie sich bereits. Ich wurde der Runde vorgestellt, setzte ein dezentes Lächeln auf und ließ mich zu einem kurzen Knicks hinreißen´

Tom schob mir den Stuhl zurecht, nahm neben mir Platz und bestellte uns einen Aperitif. Dankbar lächelte ich ihn an, er strich mir kurz über den Rücken und wir bekamen die Karte gereicht. Routiniert bestellte er für mich mit und stimmte dann in die Tischgespräche ein. Ich saß vorerst nur da, nippte an meinem Prosecco und besah mir die Runde. Man redete eifrig durcheinander, offensichtlich kannten sich alle. Zur Vorspeise wurden Antipasti gereicht. Ich liebe die gebratenen Zucchini und grüne Oliven, natürlich ohne Stein. Der Dicke orderte Nachschub an Prosecco und zwinkerte mir übermütig zu. In Gedanken sah ich ihn vor dem heimischen PC sitzen und onanieren.

Normalerweise warte ich den Hauptgang ab und schmücke das Dessert mit Anzüglichkeiten, aber der Alkohol stieg mir zu Kopf, ausgelassen erzählte ich von geplanten Stories. Während ich über die Vorteile von Gleitgel beim Handjob referierte, blickte Tom mich amüsiert von der Seite an und deutete mit dem Kopf in Richtung Nachbartisch. Eine ältere Dame blickte fassungslos hinüber, während ihr die Tomatensuppe langsam vom Löffel tropfte.

Hier gelangst Du zu Teil 2 der Geschichte

Wie wird sich das gemeinsame Dinner entwickeln? Wer verliert zu erst seine Beherrschung?

Hier gelangst Du zu Teil 3 der Geschichte

Wird Tom seiner Leidenschaft folgen?